Seiffen im Oktober 2011

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Published by karl on 26. November 2011 - 19:13

Vom 10. bis zum 16. Oktober waren wir wegen einer Familienfeier in Sachsen. Wir waren von unseren Verwandten in einer netten, kleinen Pension in Nossen untergebracht worden. Nachdem die ersten Tage mit den Vorbereitungen, der Feier selbst und den Nachbereitungen, sprich Reste vertilgen, verbracht wurden, hatten wir dann die restlichen Tage sozusagen zur freien Verfügung.

Der Freitag verging dann mit den schon obligatorischen Besuchen in Meissen und Dresden. In Dresden war Shopping angesagt. Wir waren in der Altmarkt-Galerie und in der Prager Strasse. Dabei fiel mir das Motto: Shop till you drop. doch etwas unangenehm ins Auge. Das Wetter, das am Anfang der Woche noch recht kalt und regnerisch war, wurde immer besser. Deshalb entschlossen wir uns, am Samstag einen Abstecher in das Erzgebirge nach Seiffen zu machen.  Die Fahrt dorthin war dank Navi kein Problem, ein Parkplatz schnell gefunden und dann ging es in die ersten Geschäfte mit den Erzeugnissen der Erzgebirgs-Volkskunst. Da es nicht unser erster Besuch in Seiffen war, hatten wir die wichtigsten Sachen auch schnell abgehakt. Überhaupt erschlägt einen die Fülle der Räuchermannchen und Nussknacker, von Schwibbögen, Pyramiden, Fensterbildern und Weihnachtsschmuck.

Deshalb zur Touristeninformation und nach einem Stadtplan und möglichen Wanderungen gefragt. Wir bekamen einen kostenlosen kleinen Stadtplan mit einigen Wanderwegen. Natürlich ist das Netz der Wanderwege um Seiffen sicherlich recht gross, aber für einen Tag und eine Wanderung war der Plan ausreichend. Wir entschlossen uns, einen kleinen Rundgang um Seiffen herum zu machen und dann über den Schwartenberg (789m) nach Seiffen zurückzukehren.

Nachdem wir auf der östlichen Seite um Seiffen herumgegangen waren, begann der Aufstieg. Der Weg könnte vielleicht etwas besser gekennzeichnet sein, aber da wir ja öfter wandern, kamen wir letztendlich ganz gut klar. Als wir eine gewisse Höhe erreicht hatten, hatten wir einen hervorragenden Ausblick bis weit nach Tschechien hinein. Ein leichter Dunst behinderte die Fernsicht ein wenig, aber das ist wohl normal an einem Herbsttag.

Zum Ende des Aufstiegs hin kamen wir durch einen kleinen Wald, der uns durch sein Herbstlaub begeisterte und als wir schliesslich die Baude vor uns hatten, waren wir erst ein bißchen enttäuscht. Es sah aus, als wenn sie geschlossen wäre, aber dann sahen wir Menschen hinter den Fenstern und als wir um die Hausecke kamen, stellten wir fest, dass der Parkplatz rappelvoll war, ebenso wie das Restaurant. Da wir etwas essen und trinken wollten, setzten wir uns und fragten nach der Speisekarte. Naja, man darf natürlich in so einer Baude kein Essen wie in einem 3-Sterne-Restaurant erwarten, aber das Essen kam relativ schnell und war auch einigermaßen preiswert.

Nachdem wir die Baude verlassen hatten, haben wir noch einen kleinen Gang um den Parkplatz gemacht und konnten nun die tolle Aussicht in alle Himmelsrichtungen geniessen, auch runter auf das Schloss Purschenstein im Nachbarort. Dann ging es auf den Abstieg, der allerdings nicht als Weg nach Seiffen zurück gekennzeichnet war. Trotzdem sind wir ganz gut klargekommen und konnten auf dem Weg nach Seiffen noch einmal die tolle Aussicht geniessen. Nachdem wir noch ein paar Einkäufe gemacht hatten, haben wir uns auf den Weg nach Annaberg-Buchholz gemacht.  Die Fahrt dorthin war etwas abenteuerlich. Da wir ganz gern die grossen Strassen vermeiden, sind wir mehr die kleinen Strassen gefahren. Leider hatten wir dann mal Strassensperrungen wegen Neubau. Dummerweise war unser Navi damit anscheinend total überfordert, sodass wir mal im Kreis fuhren, mal eine Schleife durch enge Gassen flogen. Die tolle Landschaft entschädigte uns allerdings dafür.

Über Annaberg können wir nicht viel sagen, weil es Samstagabend war, die Geschäfte schon geschlossen waren und wir etwas Zeitdruck hatten, weil wir mit unseren Verwandten zum Abendessen verabredet waren. Aber ein ausführlicherer Besuch scheint sich zu lohnen, vor allem wohl ein Besuch der St. Annen-Kirche, die durch ihr Kirchentor und, wie ich finde, durch ihre enorme Größe beeindruckte. Aber einige Erzgebirgsgemeinden sollen ja früher recht reich gewesen sein und da hatten wohl einige Leute genug Geld für eine derartige Kirche.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausblick vom Schwartenberg