Urlaub in Seebeck

18 Sep
Published by ute

Am Freitag, den 4. September 2015 machten wir uns per Auto (die Räder hatten wir natürlich mit) auf den Weg nach Seebeck in der Mark Brandenburg. Wir waren mal gespannt, was uns dort erwartete, sowohl von der Unterkunft, der Umgebung wie auch vom Wetter her.

Wir wurden aber von allem angenehm überrascht. Das Landhaus Seebeck Landhaus Seebeck lag auf einem großen Areal direkt am Vielitzer See, war sehr sauber, die Zimmer geräumig und das Frühstücksbuffet war auch in Ordnung.

Am Abend des Ankunftstages machten wir einen kleinen Spaziergang durch das Straßendörfchen Seebeck, um uns einen Überblick über den Ort zu verschaffen. Danach fuhren wir die 5 Kilometer mit den Rädern nach Lindow, wo wir dann auch etwas aßen, nachdem wir auch hier die Hauptstraße begutachtet hatten.

Für das Wochenende war erst einmal schlechteres Wetter mit Regen angesagt, und so planten wir Ausflüge per Auto. Am Sonnabend ging es - noch bei Sonnenschein - nach Neuruppin. Das Gelände um unseren Parkplatz herum sah nicht sehr einladend aus, aber das änderte sich, als wir Richtung Ruppiner See kamen. Von dort aus gingen wir in die Innenstadt, standen auch vor dem Fontane-Haus und erstanden für die nächsten Tage eine Fahrradkarte. Der Eindruck von Neu-Ruppin war bis dahin, dass Herr Schinkel anscheinend die Häuser der Innenstadt geplant hatte und dass es viel Platz auf den Plätzen gab. Das änderte sich etwas, als wir am Rheinsberger Tor ankamen und sahen, das Neu-Ruppin auch eine gut erhaltene Stadtmauer hatte. Wir folgten ihr und bogen dann wieder Richtung See ab. Dabei stellten wir fest, dass es auch einige andere, nicht ganz so schöne Häuser gab. Am See war bei dem schönen Wetter viel los. Wir guckten kurz in die Trinitatiskirche, Trinitatiskircheaßen unser Fischbrötchen (muss am Wasser sein!) und machten uns dann auf den Weg nach Rheinsberg (richtig: Tucholsky, Friedrich II. als Kronprinz). Dummerweise war das Wetter schlechter geworden und pünktlich zu unserer Schloss- und Stadtbesichtigung fing es an zu regnen. Wir warteten unter einem Baum den Guss ab und schlenderten dann durch die Stadt, am Schloss vorbei durch den riesigen Park, ehe wir uns das Abendessen gönnten.

Am Sonntag sollte es etwas weniger Regen geben. Trotzdem ging es wieder per Auto los. Unser erster Stop war das Schloss Liebenberg. Von außen top renoviert, schöner Park, sehenswert. Dann ging es weiter nach Zehdenick. Wir gingen etwas durch den Ort, bevor uns der nächste Regenguss überraschte. Den überstanden wir in einer Galerie, liefen an der Havel entlang und fuhren weiter an der Mühle Tornow und dem Weihnachtsmannn-Domizil Himmelpfort

 

vorbei nach Fürstenberg. Ein schöner Ort mit ganz viel Wasser. Dort wohnen und ein Boot hinter dem Haus .... Abendessen gab es wieder in Lindow in einem Restaurant am Gudelack-See. Das Essen war gut und erst der Sonnenuntergang über dem See ... Romantik pur.

Montag war dann wieder schöneres Wetter, zwar kalt, aber trocken. Also holten wir unsere Drahtesel und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg, die 50km lange Strecke zu bewältigen. Unser erstes Ziel war Schloss Meseburg, das Gästehaus der Bundesregierung - leider nicht zu besichtigen. Die nächste Station war Gransee. Als wir uns der Innenstadt näherten, gab es wieder eine alte Stadtmauer mit Türmen und einem tollen Stadttor.

Rothenburg o.d.T. ließ grüßen. Nach einer ausführlichen Besichtigung ging es wieder auf das Rad, um über Lindow und das Südufer des Vielitzsees wieder nach Seebeck zu gelangen.

RuppinerTor     SchlossZiethen

Am Dienstag stand dann eine Radtour nach Neu-Ruppin auf dem Programm. Einer unserer Haltepunkte war Wustrau um Südufer des Ruppiner Sees. Ein wunderschönes Örtchen mit dem Ziethen-Schloß, das die Deutsche Richterakademie beherbergt. Auf dem Weg nach Neu-Ruppin lernte wir eine Fahrradstraße kennen - breite Radwege ohne anderen Verkehr durch eine tolle Landschaft. Sollte es nicht nur in Brandenburg geben. Mittagpause war wieder in Neu-Ruppin, bevor es witer ging an Alt-Ruppin vorbei durch die Wälder und Alleen, über Flüsse und Kanäle in Richtung LIndow - eine Strecke von insgesamt 60km.

Mittwoch radelten wir zum Ziegelei-Park Middelberg in der Nähe der Havel. Das ist ein großer Freizeitpark, der aber auch Museum ist und einen Überblick über die Tongewinnung und Ziegelherstellung bietet. Sehr sehenswert.

ZiegeleiparkMiddelberg

Die Fahrerei zu unserem Ausgangspunkt Zehdenick war nicht so toll. Kopfsteinpflaster, Umleitungen, Gegenwind ... Das Abendessen am Gudelacksee entschädigte wieder - besonders - man ahnt es schon - der Sonnenuntergang.

Und am Donnerstag wurde es dann Ernst: unser letzter Tag. Es ging wieder Richtung Lindow um den Gudelacksee herum. Der Weg war ziemlich besch ..., doch plötzlich standen wir vor einer Brücke - GuehlenBrueckeRäder hochschieben und die unerwartete Aussicht genießen. Von dort ging es weiter zum Tornowsee. Allerdings mussten wir nach drei Kilometern Kopfsteinpflaster und Waldwegen feststellen, dass wir uns verfahren hatten. Trotzdem fanden wir noch ziemlich schnell unser Ziel - die Boltenmühle. BohlenmuehleEin idyllischer Ort, an dem es uns sehr gut gefiel. Leider mussten wir bei einem Blick auf die Restreichweitenangaben unserer Akkus den eigentlich geplanten Weg abkürzen. Trotzdem zeigten die Displays, das wir insgesamt über 70km gefahren waren. Abendessen - s.o.!

Freitag ging es dann nach dem Frühstück auf Umwegen nach Hause. Zuerst besuchten wir Rathenow und danach noch Brandenburg, wo z.Zt. die BUGA stattfindet und wo es uns sehr gut gefiel. Alles in allem war es eine Tour, die uns viel geboten hat: schöne Radtouren durch eine teilweise echt tolle Landschaft, viele neue Eindrücke, eine schöne Unterkunft und die Gewissheit, irgendwann mal wieder in Brandenburg Fahrrad zu fahren.

Havelblick

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